Wochenimpuls

Liebe Geschwister,

der Apostel Paulus rät uns, sorgfältig (wörtlich „akribisch“) darauf zu achten, wie wir leben (Eph 5,12). Wir sollen bewusst unser Leben gestalten, es durchdenken, aber nicht im Denken, sondern im Tun enden. Jakobus 1,22: „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Der Wochenimpuls soll dazu dienen, dass das Wort Gottes bei uns Wurzeln schlägt, indem wir eine Grundtugend des christlichen Lebens eine Woche lang durchbuchstabieren und durchkauen (Psalm 1,2). Herzliche Einladung!

Liebe Geschwister,

der Apostel Paulus rät uns, sorgfältig (wörtlich „akribisch“) darauf zu achten, wie wir leben (Eph 5,12). Wir sollen bewusst unser Leben gestalten, es durchdenken, aber nicht im Denken, sondern im Tun enden. Jakobus 1,22: „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Der Wochenimpuls soll dazu dienen, dass das Wort Gottes bei uns Wurzeln schlägt, indem wir eine Grundtugend des christlichen Lebens eine Woche lang durchbuchstabieren und durchkauen (Psalm 1,2). Herzliche Einladung!

  Wochenimpuls 2 – den Tod vor Augen halten

„Lehre uns so unsere Tage zu zählen, dass wir klug werden!“ (Psalm 90,12)

Sich den Tod täglich vor Augen zu halten, ist eine alte geistliche Übung. Zu leben und zu planen als könnte einen selbst der Tod nicht treffen, narrenhaft nach Jesus (Lukas 12,20). Sich den Tod vor Augen zu halten, führt dagegen nicht nur zu bewussterem Leben, sondern im besten Fall zur Klärung der wesentlichen Dinge im Leben (Lukas 12,15). Psalm 90,12 ist das passende Gebet zu dieser geistlichen Weisheit.

Auch für den Mönchsvater Benedikt von Nursia war es eine beständige Übung den „unberechenbaren Tod täglich vor Augen zu haben“ (Regel, Kapitel 4,47). Er lebte in einer Zeit, der diese Unberechenbarkeit bewusst war angesichts von Krieg, Hunger und Seuchen. Auch die Psalmbeter lebten in solchen Zeiten (Psalm 91,6 „vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt“), wir lernen sie neu. Trotzdem brauchte auch er die Bewusstmachung des Todes und nicht seine Verdrängung. Psalm 90 gibt Hilfen für diese Bewusstmachung. Lese Psalm 90!

1. Erinnerung an die ewige Zuflucht (V. 1, vgl. auch Psalm 91,9)

Eine letzte Geborgenheit gibt es nur in Gott. Wann ist bei dir ein guter Punkt am Tag, dich ihrer zu vergewissern? Vor dem Einschlafen?

2. Die Förderungsbedürftigkeit unseres Tun (V. 17)

Wir dürfen aufgrund von Gottes Freundlichkeit mutig diese Welt gestalten – aller Todesverfallenheit der Welt zum Trotz. Doch wir sollen es tun in dem Bewusstsein, dass an Gottes Segen alles gelegen ist (Psalm 127), all unser Planen unter Vorbehalt ist (Jakobus 4,15). Frage dich: Wie sprichst du von Wachstum und Erfolg? Wie sprichst du über deine Pläne? Welche Rolle spielt Tod und Leben, spielt Gott in deiner Lebensplanung? Lebe es, aber im Blick auf ihn!

3. Vergänglichkeit des Lebens (V. 2-6)

Was löst es bei dir aus, dass dein Leben wie Gras ist, wie ein Schlaf? Blickst du dadurch auf dein Leben mit mehr Dankbarkeit und Freude oder mit mehr Sorge und Angst? Was wäre angebracht, klug?

4. Leben, Sünde, Tod – wie passt das zusammen (V. 7-11)? 

Erfährst du dein Leben so? Als Lebenslast, als Seufzer, als Mühe und Unheil, als ständiges Zugrundegehen durch den Zorn und Grimm Gottes?

Richtig an dieser Perspektive ist, Krankheit, Sterben und Tod sind auch der Sünde Sold (Römer 6,23). Wie gehst du mit deinen Sünden um? Was würdest du noch klären, wenn du morgen stirbst?

Der Psalmbeter stellt jedoch etwas Falsches an dieser Perspektive in Frage (V. 11): „Wer begreift die Gewalt deines Zorns und wer sieht ein den Druck deines Grimms?“ Wie Jesus verwehrt er sich dagegen, Leid als 1:1 Folge von Sünde zu verrechnen. Das übersteigt unsere Kompetenzen. Solches Richten verbietet sich.

5. Mit Gott rechnen (V. 13-15)

Der Beter rechnet damit, dass Gott Mitleid hat. Deshalb klagt er sein Leid (V.13). Hat die Klage auch in deinem Gebetsleben Platz?

Der Beter rechnet damit, dass Gott Güte bereithält, unsere Freude will (V. 14)? Wie verändert das dein Kommen zu Gott?

V. 15: Was erhofft sich der Beter von Gott mit Blick auf sein Unglück? Vgl. dazu auch Lk 16,19-31!

Wie verändert der Blick auf den Tod, dein Leben jetzt? Wie willst du den Tag heute leben und sehen?

Es gibt Dinge, die passieren fast automatisch in unserem Leben, das Klagen über eine Not oder das Aufregen über Ungerechtigkeiten, die uns geschehen. Wir sind da sehr sensibel. Gott hat da ein Ohr für uns. An andere Dinge muss uns das Wort Gottes immer wieder erinnern, dass wir sie pflegen. „Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ Gottes Güte pausiert nicht, unser Dank soll es auch nicht. Dazu zählt das Danken gegenüber dem Schöpfer des Lebens, gegenüber dem Retter der Welt, Jesus Christus. Das Danken prägt uns, soweit wir es üben. Die Tage der Coronakrise bringen nun viel Klage ans Licht, sie können uns aber auch das Danken lehren für all das, was Gott uns bisher geschenkt hat, zukommen hat an Hilfe und Bewahrung. Und das, was wir bisher vielleicht selbstverständlich genommen haben…

Eine Übung des Dankens kann folgende sein. Sie besteht aus drei Fragen:

1. Was hat meine Mutter Gutes für mich getan?

Wir sind sehr gut, konkret aufzuzählen, was z.B. unsere Eltern uns schuldig geblieben sind. Da einmal konkret zu benennen, vielleicht einmal aufzulisten, was meine Mutter Gutes getan hat, ist hilfreich – z.B. 18.000 Mahlzeiten bis zu meinem Abitur. 18.000 Mal Tischdecken, Kochen…

2. Was habe ich ihr Gutes zurückgegeben?

Unser Dank ist oft Gesinnungssache. Selten finden wir achtsame Worte dafür. Oft bleibt es bei Worten.

3. Welche Schwierigkeiten habe ich ihr bereitet? 

Wo hat sie mich getragen mit meinen Fehlern und meiner Schuld?

Es reicht völlig aus, jeden Tag dies Übung mal mit einer Person, Gruppe, Insitution durchzuspielen. Z.B.: Montag – Mutter, Dienstag-Vater, Mittwoch – Geschwister, Donnerstag – Freund, Freitag – Helfer auf meinem Glaubensweg, Samstag – mein Land, Sonntag – meine Gemeinde.

Lasst daraus ein Dank werden an Gott und womöglich an einen Menschen! Es wird euch verändern!

Gottes Segen!

  Wochenimpuls 1 – Danken

Es gibt Dinge, die passieren fast automatisch in unserem Leben, das Klagen über eine Not oder das Aufregen über Ungerechtigkeiten, die uns geschehen. Wir sind da sehr sensibel. Gott hat da ein Ohr für uns. An andere Dinge muss uns das Wort Gottes immer wieder erinnern, dass wir sie pflegen. „Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ Gottes Güte pausiert nicht, unser Dank soll es auch nicht. Dazu zählt das Danken gegenüber dem Schöpfer des Lebens, gegenüber dem Retter der Welt, Jesus Christus. Das Danken prägt uns, soweit wir es üben. Die Tage der Coronakrise bringen nun viel Klage ans Licht, sie können uns aber auch das Danken lehren für all das, was Gott uns bisher geschenkt hat, zukommen hat an Hilfe und Bewahrung. Und das, was wir bisher vielleicht selbstverständlich genommen haben…

Eine Übung des Dankens kann folgende sein. Sie besteht aus drei Fragen:

1. Was hat meine Mutter Gutes für mich getan?

Wir sind sehr gut, konkret aufzuzählen, was z.B. unsere Eltern uns schuldig geblieben sind. Da einmal konkret zu benennen, vielleicht einmal aufzulisten, was meine Mutter Gutes getan hat, ist hilfreich – z.B. 18.000 Mahlzeiten bis zu meinem Abitur. 18.000 Mal Tischdecken, Kochen…

2. Was habe ich ihr Gutes zurückgegeben?

Unser Dank ist oft Gesinnungssache. Selten finden wir achtsame Worte dafür. Oft bleibt es bei Worten.

3. Welche Schwierigkeiten habe ich ihr bereitet?  

Wo hat sie mich getragen mit meinen Fehlern und meiner Schuld?

Es reicht völlig aus, jeden Tag dies Übung mal mit einer Person, Gruppe, Insitution durchzuspielen. Z.B.: Montag – Mutter, Dienstag-Vater, Mittwoch – Geschwister, Donnerstag – Freund, Freitag – Helfer auf meinem Glaubensweg, Samstag – mein Land, Sonntag – meine Gemeinde.

Lasst daraus ein Dank werden an Gott und womöglich an einen Menschen! Es wird euch verändern!

Gottes Segen!