Gebet

Einladung zum gemeinsamen Gebet – von Zuhause 3

„Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt!“                                                  Jesus in Lukas 22,40

Liebe Geschwister,

dieser Aufruf Jesu zum Gebet geht an die Gemeinschaft der Jünger. Es ist gut, zusammen zu beten. Ich lade ein, dass zu „unserer“ Zeit zu machen, der des Gebetskreises, mittwochs um 19:30 Uhr.

Wir Menschen stehen in vielfacher Gefahr vom Glauben abzufallen, die Beziehung zu Jesus an den Nagel zu hängen. Der Satan siebt die Jünger Jesu, versucht sie. Die Kraft zum Widerstand gegen die Versuchung kommt allein aus dem Hören auf das Wort Gottes, aus dem Gebet. Jesus lässt uns wissen, dass er für uns betet, dass unser Glaube nicht aufhöre (Lukas 22,32; Johannes 17,11). Wenn wir beten, beten wir immer mit ihm. Das passende Gebet dazu schenkt er uns auch. Es gipfelt in Lukas 11,4 in der Fürbitte: „Führe uns nicht in Versuchung!“

Es gibt „Zeiten der Versuchung“ (Lukas 8,13), lehrt Jesus im Gleichnis vom Sämanns. Selbst Jesus kannte Zeiten der Versuchung (Lukas 4,1; Hebräer 4,15), war dankbar, wenn man ihm dabei zur Seite stand. Wir sollten sie nicht leicht nehmen. Unsere Versuchungen sind ihm jedenfalls nicht fremd. Die jetzigen Zeiten lehren uns neu, zu wachen und zu beten (Lukas 21,36).

Der Arzt Lukas weiß, dass auch „Seuchen“ (Lukas 21,11) zu den Vorzeichen des Kommen Jesu zählen. Jesus kommt zwar wie ein Blitz, aber nichts aus heiterem Himmel. Vorher ziehen Wolken auf. Diese Wolken können in zweifacher Hinsicht zur Versuchung werden.

Zum Einen, dass wir nicht mehr glauben können, dass Jesus Herr dieser Welt ist, dass er jedes Haupt auf unserem Haar gezählt hat, dass er für uns sorgt, ja dass hinter einer Welt, die Krankheit zulässt ein Gott, ein liebevoller Gott stehen kann. Und so ersticken die Sorgen unseren Glauben (Lukas 8,14) oder wird das Leid der Welt zum Stein des Anstoßes, zum Fels des Atheismus, zum Grund der Lästerung (Offenbarung 16,9.21). Jesus aber weiß, was kommt, hat die Fäden nicht aus der Hand gelassen. Es kann uns nicht überraschen.

Zum Anderen gibt es Menschen, die nun sagen „Die Zeit ist herbeigekommen“ (Lukas 21,8), die sich anmaßen zu wissen, was weder die Engel im Himmel noch der Sohn Gottes, Jesus von Nazareth, wusste. Wir sollen „allezeit“ (Lukas 21,36) wachen und beten, weil seit Jesus schon allezeit die Welt in Wehen liegt (Markus 13,8), die vier „apokalyptischen“ Reiter in allen Himmelsrichtungen unterwegs sind (Offenbarung 6,2-8), nie der Zeitpunkt ist, zu sagen: Nun nicht, nun ist Frieden (1 Thessalonicher 5,3)! „Seht zu, dass euch niemand verführe!“ (Markus 13,5), ist das erste Wort Jesu zur Endzeit! Fahrpläne, Wasserstände, Anzeigen auf der Weltenuhr, sind vorsichtig gesagt unangebracht.

Das Aufkommen der Seuche dieser Tage kann nur ein Weckruf sein, das fahle grüne Pferd (Offenbarung 6,7f) nur Hinweis auf das Lamm Gottes, der auf dem Thron sitzt und uns liebt (Offenbarung 5), dem es gilt kompromisslos nachzufolgen und der alles gibt uns zu bewahren vor der Versuchung.

Schwerpunkt Gebet

– nicht an Gott irre werden durch das Leid und durch falsche Endzeitpropheten

– Vertrauen in Gottes Macht und Vorsehung, seine Liebe und Sorge für uns

– konsequente Ausrichtung unseres Lebens auf Gott

– Gebet und Hilfe füreinander

– Dank, dass Jesus für uns betet

Einladung zum gemeinsamen Gebet – von Zuhause 2

„Abba, mein Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst.“                                                                     Jesus in Markus 14,36

Liebe Geschwister,

Gemeinsamkeit kann man unterschiedlich ausdrücken. Durch Raum und Zeit. Ersteres ist uns gerade vielfach versperrt, zweites können wir neu schätzen lernen – heilige Zeiten, die wir Gott reservieren. Es kann zugleich ein starkes Bekenntnis an die Umwelt sein. Das Gemeindegebet am Mittwoch um 19:30 Uhr kann so ein Ort sein.

Jesus lehrt uns beten. Durch sein Vorbild. Auch in der Krise.

Sein erster Blick gilt dem liebenden Vater. Abba, Pappa. Wie tief. Es lohnt sich nach dieser Anrede einmal innezuhalten und die Zuwendung Gottes ganz auf sich wirken zu lassen. Wie groß die Krise auch ist, wie stark sie mich auch betrifft, sie macht keine Abstriche von der Liebe Gottes.

Sein zweiter Blick gilt den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes. Gott ist nicht gebunden in seinen Optionen und wir sollten ihm auch keine Grenzen setzen. Unsere Hoffnung darf Stark sein. Unser Mut, dem Mann aus Nazareth zu folgen, unbeschränkt. Der Weg des Handeln Gottes mit dieser Welt, mit uns, ja selbst mit Jesus ist nicht in dem Sinne vorgezeichnet, dass wir für Gott und uns nur noch begrenzte Wege sehen müssten.

Drittens: Jesus schüttet sein Herz bei dem Vater aus. Er sagt klar, was er nicht will: „Nimm diesen Kelch von mir!“ Wir müssen nicht leidensergeben sein. Wir müssen uns nicht scheuen, zu sagen, was wir nicht wollen. Gott will uns hören und unsere Not.

Viertens: Gott will aber auch, dass wir im Gebet eins werden mit dem Willen Gottes, wir uns neu ausrichten und einfinden auf seinem Weg, dass wir sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“ Darum geht es zu tiefst im Gebet. Und dann auch unser Anliegen gut in seiner Antwort aufgehoben zu wissen, wie immer sie aussieht – selbst wenn sie unseren Wunsch wie bei Jesus nicht erfüllt.

Gebetsanliegen

– Dank für die Liebe Gottes, auch wenn wir sie in der Krise nicht immer sehen.

– Dank für die Möglichkeiten Gottes, wo wir so häufig diese Tage an die Grenzen kommen.

– Bitte für Kranke, Sterbende, Trauernde und die teils ungeheure Not, die sich über ganze Landstriche zieht.

– Bitte für Ärzte und Pfleger, Bewahrung und Kraft, Dank und Unterstützung

– Bitte um Weisheit für Politiker und Wissenschaftler, Dank und Unterstützung

– Verantwortungsvoller und achtsamer Umgang der Bevölkerung

– Solidarisches Verhalten in der Nachbarschaft, beim Arzt, beim Einkaufen.

– Gutes Zurechtfinden in Zeiten der Kontaktsperre

– neue Ausrichtung auf Gott in Land und Gemeinde

– dass wir als Gemeinde Wege finden, uns gegenseitig durch Jesus zu stärken und Gottes Wort weiterhin in unser Umfeld tragen.

Einladung zum gemeinsamen Gebet – von Zuhause

„Bittet so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“                                                           Jesus in Matthäus 7,7+8

Liebe Geschwister,

normaler Weise treffen wir uns Mittwochs um 19:30 Uhr zum Gebet. Dieser Kreis ist mir regelmäßig eine Quelle der Freude und der Kraft. Der gemeinsame Blick auf Gott und das, was er tut, stärkt. Das Gespräch mit Gott ordnet den eigenen Willen auf ihn und befreit von Sorgen. Diese Quelle ist vorerst aus Rücksicht auf einander in Zeiten der Corona-Epidemie versiegt. Doch wir können uns gemeinsam verabreden als Gemeinde – jeden Mittwoch, um 19:30 Uhr – im Gebet Gott suchen, füreinander und die Menschen in unserem Umfeld und der Welt eintreten. Dazu lade ich ein.

Besser, Jesus lädt uns ein zum vertrauensvollen Gespräch. Wir müssen keine Sorgen haben, ob und wie wir bei Gott ankommen. Selbst als „böse“ Menschen, die wir sind (V.11), können wir doch von dem guten Gott alles erwarten. Bei ihm finden sich Hilfen, Lösungen, neue Perspektiven. Dabei geht es nicht nur um dieses und jenes zu bitten, wie z.B. Bewahrung oder Genesung von Krankheit, sondern um die Begegnung mit ihm selbst. Was dazu zählt, nennt der Prophet Jesaja (Kapitel 55,6+7): Wir sollen in seiner Nähe ankommen und Geborgenheit und Zuversicht gewinnen. Gott kommt zum Ziel. Wir sollen aber auch neu begreifen, was Gott von uns will, unsere bösen Gedanken und Wege sein lassen, umkehren. Das freilich bedarf nicht nur des Redens, sondern auch des Hörens im Gebet, dass ich nicht nur Anliegen nenne, sondern ihn tatsächlich suche und frage und er uns klar macht, was dran ist. Das schenke uns Gott.

Betet mit für:

– Erkrankte am Coronavirus, aber auch, dass die anderen Kranken darüber nicht aus dem Blick geraten.

– Bewahrung vor Krankheit, besonders unserer Alten und Kranken

– Kraft und Ausdauer für das Pflegepersonal, Forschungsfortschritte zur Bekämpfung des Virus

– Weise Entscheidungen der Politiker

– Verantwortliches Verhalten der Bevölkerung, um die Verbreitung zu verlangsamen

– neue Ausrichtung auf Gott in Land und Gemeinde

– Einstehen füreinander, Vertiefung der Beziehungen

– dass wir als Gemeinde Wege finden, uns gegenseitig durch Jesus zu stärken und Gottes Wort weiterhin in unser Umfeld tragen.